
Deutsche Erstaufführung:
Halpern & Johnson
Eine Komödie von Lionel Goldstein
mit
Hans Teuscher
und
Friedrich-Wilhelm Junge
Regie und Bühne: Klaus Dieter Kirst
Am Anfang steht eine Beerdigung.
Joe Halpern (Hans Teuscher) hat nach fünfzig Jahren Ehe seine Frau Florence
verloren. Einsam steht er an ihrem Grab, als ein Fremder mit einem Blumenstrauß an
ihn herantritt: „Ich bin der Mann Ihrer Frau!“. Der Mann stellt sich
als Dennis Johnson (Friedrich-Wilhelm Junge) vor, er hatte eine Beziehung zu
Florence. Allerdings war sie da noch nicht verheiratet. Halpern ist über
den Einblick in das Vorleben seiner Frau wenig erfreut, nicht ahnend, dass dies
lediglich die Spitze des Eisbergs ist. Denn bis zu ihrem Tod verband seine Frau
und Johnson eine enge Freundschaft, platonisch versteht sich, oder? Jedenfalls
mit regelmäßigen Treffen, bei denen sie sich über Dinge austauschten,
die sie mit ihren jeweiligen Ehepartnern nicht bereden konnten oder wollten.
Mit wachsendem Staunen und noch größerer Wut hört Halpern von
einer ihm völlig unbekannten Seite seiner Frau. Aber auch Halpern kann gegenüber
Johnson mit Enthüllungen aufwarten, die diesen ebenfalls empfindlich treffen.
Unweigerlich kommt es zum Streit, bis die beiden grundverschiedenen Männer
merken, wie viel sie letztlich gemeinsam haben.
Am Anfang stand eine Beerdigung, und am Ende vielleicht der Beginn einer wunderbaren
Freundschaft.
Das unterhaltsame Stück, für eine TV-Verfilmung mit Laurence Olivier und Jackie Gleason geschrieben, ist ein Bravourstück für zwei Erzkomödianten.