
HEINRICH HEINE "Das Glück ist eine leichte Dirne"
mit Friedrich-Wilhelm Junge
und dem Michael-Fuchs-Trio
Textcollage: Hans Bräunlich
Inszenierung: Klaus Dieter Kirst
In wen ist die Rose verliebt?
Was hilft die beste Harpune gegen einen Hering?
Warum fürchten wir uns vor dem Schlafengehen nicht weit mehr als vor dem
Begrabenwerden?
Eine literarische und musikalische Begegnung mit einem, der die süße
Liebe gesucht und den bittern Hass gefunden hat. Dessen Ehe mit unserer lieben
Frau Germania nie eine glückliche gewesen ist. Der wie ein Held genoss,
was man so genießen kann in der Welt - und geseufzt, geflucht, geblutet
hat. Der aus seinen großen Schmerzen die kleinen Lieder machte, um ein
neues Lied, ein besseres Lied zu dichten.
Das Glück ist eine leichte Dirne,
Und weilt nicht gern am selben Ort;
Sie streicht das Haar dir von der Stirne
Und küßt dich rasch und flattert fort.
Frau Unglück hat im Gegenteile
Dich liebefest ans Herz gedrückt;
Sie sagt, sie habe keine Eile,
Setzt sich zu dir ans Bett und strickt.
Spieldauer: 2 h mit Pause