Copyright: Jim Rakete

28. Mai 2010, 20 Uhr
MDR Figaro und der DLF präsentieren
Theaterkahn im Liederwahn
mit

Klaus Hoffmann "spirit 2"
Am Piano: Hawo Bleich

sowie

Leonard Cohen - Lieder mit "Lonesome Hereos"

Moderation: Thekla Jahn und Peter Eichler

Ein Abend von DLF und MDR FIGARO in Zusammenarbeit mit dem Theaterkahn/Dresdner Brettl

Für die einen ist das Theaterstück „Die Leiden des jungen Werthers“ eines, das ihrem jugendlichen Gemüt voll aus der Seele spricht, andere werden mit der Hauptrolle darin bekannt. 1974 traf das auf dem Schauspieler und Sänger Klaus Hoffmann zu. Denn nach vorangegangenen Rollen im Hamburger Thalia-Theater und der Freien Volksbühne in Berlin drehte er 1975 diesen Film, der seiner Karriere den richtigen Schwung verlieh. Dieser führte dazu, dass Hoffmann zwischen 1975 und 1980 sechs Langspielplatten veröffentlichte, die seinen Ruf als Liedermacher noch über den des Schauspielers hoben. Bis heute brachte der Sänger, Autor, Komponist und Buchautor 35 Alben heraus, also mit einigen wenigen Unterbrechungen eines pro Jahr. Der Berliner aus Leidenschaft hat neben den eigenen Liedern noch eine Passion: Er liebt Jaques Brel und singt dessen Chansons seit vielen Jahren in Deutsch - selbst ein Musical mit den Songs des großen Belgiers hat Klaus Hoffmann geschrieben.
Aktuell ist er mit seinem Programm „spirit 2“ in Deutschland unterwegs und am 28. Mai zu Gast auf dem Theaterkahn im Liederwahn.

Mehr: www.klaus-hoffmann.com

Die Lieder des Leonard Cohen sind einzigartig, keine Frage. Und unvergleichlich, wenn vom Meister selbst dargeboten. Was ein Heer von Freunden und Bewunderern nicht davon abgehalten hat, sie zu übernehmen, neu zu interpretieren - ihrer zeitlosen Schönheit und Allgemeingültigkeit wegen. Auch die Mitglieder von „Lonesome Heros“ sind empfänglich für die Songs des großen Kanadiers - und sie hatten noch einen weiteren gewichtigen Grund, ein komplettes Leonard-Cohen-Programm auf die Beine zu stellen: Zu wichtig, tiefgehend, poetisch erschienen ihnen die Texte der Lieder, um sie einfach am Ohr des fremdsprachlich nicht so durchtrainierten deutschen Hörers vorbei rauschen zu lassen.
Grundstock des Repertoires von „Lonesome Heros“ (benannt übrigens nach einem Songtitel vom 1969er Cohen-Album “Songs From A Room”) waren die Nachdichtungen, die Sänger Manne Wagenbreth bei den „Bierfiedlern“ und den „Sieben Leben“ schrieb. Aus diesen Bands her rührt die langjährige Freundschaft mit Uli Doberenz (Kontrabass) und Jörg Wolf (Cello, Mundharmonika), die bei diesem neuen Projekt wieder mit von der Partie sind.
Dazu stießen Sängerin Romy Brock, Chris Abbey an der elektrischen Gitarre und Erik Wisniewski an Perkussion und Schlagzeug. „Lonesome Heros“ singen und spielen also vertraute und weniger bekannte Lieder aus dem Fundus des Leonard Cohen - zumeist auf Deutsch, ein paar auf Englisch: das von den barmherzigen Schwestern ist dabei, der Walzer in Wien, die apokalyptische Vision von der Zukunft und - natürlich - der Song vom Häuflein der einsamen Helden - „Lonesome Heros“.

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