Zwiefach sind die Phantasien
Ein Wilhelm-Busch-Programm
Mit Tom Pauls
Inszenierung: Holger Böhme,
Ausstattung: Ursula Müller, Choreografie: Irina Pauls

Langsam kommt Tom Pauls auf die Bühne geschlichen, bucklig, krächzend, unrasiert, im abgetragenen Frack. Ein hässlicher Kerl mit einem Gesichtsausdruck, als hätte er gerade in eine Zitrone gebissen: Für sein Wilhelm-Busch-Programm hat sich der Mime in den Raben "Hans Huckebein" verwandelt, der sich mit den Texten seines Schöpfers auseinandersetzt. Tom Pauls’ "Huckebein" ist ein menschenfeindlicher Eigenbrödler, der seine Umwelt wechselweise mit feiner Satire, beißendem Spott und ätzendem Sarkasmus überzieht. Bei aller Widerwertigkeit wächst einem der unverschämte Rabe durch Pauls` Schauspielkunst sogar ein wenig ans Herz. Ganz so menschenfeindlich wie er tut, ist er nämlich nicht: "Ich mag Menschen. Ich hatte selbst mal einen." (MOPO)

Spieldauer: 1:40 h mit Pause